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Herzlich willkommen bei der
Hermann-Herzog-Schule in Frankfurt!

Die letzten Juli- und die ersten Augustwochen wurde bereits  unermüdlich für den Umzug der HHS in das neue Schulgebäude gearbeitet und nun ist es soweit:

Am Montag, den 17.08.2020 werden die Schülerinnen und Schüler der Hermann-Herzog-Schule das Schuljahr 2020/21 am neuen Standort in der Gutleutstraße 295-301 beginnen!

Unsere neue Telefonnummer lautet 069 – 242686-70 (Sekretariat).

Viele fleißige Hände haben Kisten eingepackt, ausgepackt, Lesegeräte, Lampen, Bücher, Pflanzen und vieles mehr erst verstaut und dann wieder an den neuen Plätzen, in den neuen -genauer gesagt nagelneuen- Klassenräumen aufgebaut, Büros eingerichtet und sich mit dem beeindruckenden Neubau bekannt gemacht.

Ein ganz großes DANKESCHÖN an die Schulleitung der HHS, die fast die ganzen Ferien durch gearbeitet hat, um den fristgerechten Einzug von schulischer Seite zu gewährleisten, an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landeswohlfahrtverbandes Hessen (LWV), unseres neuen Schulträgers, der diesen Neubau als „Bauherr“ betreut hat, an die IT-Abteilungen von LWV und HHS, die alle PCs installierten und zum Laufen brachten, an die Umzugsfirma, die vielen Möbelpacker und -aufsteller, die Elektriker, Maler und weitere Baugewerke, die bis zur letzten Minute noch fieberhaft am Arbeiten waren,  und last not least an das Kollegium der Hermann-Herzog-Schule und des üBFZ, die in Windeseile die Klassenräume und Büros einräumten und einrichteten, so dass der Schulstart am Montag gelingen kann und es für die Schülerinnen und Schüler dann HERZLICH WILLKOMMEN heißt!

Um 8:15h erwarten wir euch auf dem (noch  nicht ganz fertiggestellten) Schulhof. Die neuen Unterrichtszeiten der HHS findet ihr hier.

In den ersten zwei Wochen wird auf jeden Fall kein Nachmittagsunterricht stattfinden, so dass der Unterricht jeden Tag um 13.20h endet und es kein Mittagessen gibt. Eventuell kann dieser Zustand aus gesundheitlichen und organisatorischen Gründen sogar bis zu den Herbstferien dauern. Dies wird bekanntgegeben, sobald es feststeht.

Auch im Neubau der Hermann-Herzog-Schule gelten natürlich weiterhin die bekannten Hygieneregeln aufgrund der SARS-Covid-Pandemie, die Aktualisierungen finden Sie hier:

 Elternbrief Schulanfang 12.08.2020

Hygieneplan 5.0 12.08.2020

Wer aus gesundheitlichen Gründen die Schule nicht besuchen darf, wird in der Regel per Videokonferenz zugeschaltet.

Überregionales Beratungs- und Förderzentrum (üBFZ)

Die „Beratungskinder“, die vom üBFZ betreut werden,  werden während der aktuellen coronabedingten Sicherheitsmaßnahmen vorwiegend telefonisch oder per E-Mail unterstützt und beraten. Schul- oder Hausbesuche werden nur in Ausnahmefällen gemacht, um die Ansteckungswege möglichst gering zu halten. Nur die Schüler*innen, die in der Inklusion sind, werden seit dem Schuljahresbeginn im August 2020 wieder in ihrer Schule vor Ort betreut. Diese werden nur in  Ausnahmefällen auch zu Hause gefördert, um sie in Techniken unterweisen zu können, für deren Vermittlung sich im normalen Schulalltag kaum Platz findet.

Schülerin lernt Braille auf der Punktschriftmaschine

Erfahrungsbericht aus der „Home Schooling- Zeit“ der Klassen A1 und A2

Wir haben über Telefon- und/oder E-Mail ständig Kontakt mit den Eltern der Kinder gehalten, um gemeinsam die Wochenpläne abzustimmen und die Ergebnisse auszuwerten. Von Beginn des Home Schooling an äußerten alle (!) Kinder den Wunsch nach möglichst schneller Rückkehr in die Schule, wobei sie vor allem soziale Gründe (Freund*innen treffen, gemeinsam spielen, Geburtstag nachfeiern, …) und den Anspruch auf gewohnte, selbstständig bewältigbare Tagesabläufe nannten.

Die Kinder der Hermann-Herzog-Schule sind bereits von Anfang an das Lernen mit Auftragsplänen gewohnt, die Zeiteinteilung und das Fördern und Fordern seitens der Eltern wurde jedoch zunächst als mühsam und konfliktbeladen geschildert: „Ich mache die Hausaufgaben nicht für meine Eltern.“ Hier wirkte dann Kontrolle durch die Lehrkräfte entlastend.

Die Arbeit mit dem Anton-Lehrportal wurde von den Kindern sehr gut aufgenommen: „Wollte ich immer schon vorschlagen, dass wir einige Hausaufgaben auch am PC machen könnten“, meinte ein Erstklässler.

Schüler*innen, die keinen Internetzugang haben, arbeiten nur mit Papier und Bleistift. Dies ist an der HHS jedoch die Ausnahme. Für Kinder, die bisher nur wenig Deutschkenntnisse haben und kaum auf familiäre Unterstützung zurückgreifen können, ist die momentane Lage sehr hinderlich für die Lernentwicklung. Lerninhalt ist vorwiegend das intelligente Üben, die Einführung neuer Themen ist nur sehr reduziert möglich. Viele Kinder nennen lediglich das spätere Aufstehen als Vorteil der momentanen Situation. Besuche durch die Lehrkräfte zu Hause wurden von Eltern und Kindern mit Freude aufgenommen und bestätigten noch einmal die emotionale Verbindung. Auch die Ernsthaftigkeit der schulischen Aufgaben wurde so noch einmal deutlich.

Es ging häufig darum, im Schulalltag selbstverständliche Routinen auf die heimische Situation zu übertragen, von der Okklusion (Abkleben eines Auges) bis zur geforderten Arbeitszeit. Seit einigen Wochen besteht die Möglichkeit, dass die Teilhabeassistent*innen die Kinder zuhause beim Lernen unterstützen. Dies kommt besonders den lernschwächeren Kindern sehr entgegen, entlastet aber auch manche Eltern im Umgang mit sehbehindertengerechter Technik.

Insgesamt bestätigen die Erfahrungen (etwa die sehr lebhafte Erinnerung und häufige Erwähnung der Projektwoche „Zirkus“, die direkt vor der corona-bedingten Schulschließung durchgeführt worden war), dass Schule in diesem Lebensalter vorwiegend als geteilte Lebenswelt, als weitgehend selbstständig bewältigte Teilhabe am Leben erfahren und vermisst wird. Schüler*innen und Lehrer*innen freuen sich auf die Rückkehr in einen „normalen“ Unterrichtsalltag.

 

 

Die Hermann-Herzog-Schule

ist eine Schule und ein überregionales Beratungs- und Förderzentrum (üBFZ) mit dem Förderschwerpunkt Sehen.

Unsere kleine, feine Schule wird von Schülerinnen und Schülern der 1. bis zur 10. Klasse in jahrgangs- und lernzielübergreifenden Lerngruppen besucht.

Ziel unserer Arbeit ist die individuelle Unterstützung der unterschiedlichen Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler, die teilweise über die Sehbeeinträchtigung hinausgehen. Als „Nischen“-schule haben wir die Möglichkeit, auch Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen zu fördern.

Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule haben die Möglichkeit, folgende Abschlüsse zu erlangen:

  • Berufsorientierter Abschluss  Förderschwerpunkt Lernen
  • Hauptschulabschluss
  • Realschulabschluss

Ziel unserer Arbeit im überregionalen Beratungs- und Förderzentrum ist es, Schülerinnen und Schülern mit einer Sehbeeinträchtigung einen erfolgreichen Schulbesuch in einer Schule ihrer Wahl zu ermöglichen.

Unser Einzugs- und Beratungsgebiet ist der gesamte Raum Südhessen.